
Ursprünglich stammt das Schwarzköpfchen aus den Gebieten im Osten und Süden Tansanias. In Kenia und in den grösseren Städten Tansanias gibt es offenbar freigesetzte Populationen. Schwarzköpfchen leben in einer Höhe zwischen 1100 und 1800 m.ü.M. in wenig bewaldeten Savannen – und Graslandschaften. Sie durchkämmen das Gebiet in Gruppen von vier bis fünf Tieren. In nahrungsreichen Gebieten treten sie in Schwärmen von bis zu 100 Vögeln auf. Grassamen, Getreide, Mais, Hirse, Früchte und Knospen dienen als Nahrungsgrundlage. Als Nistplatz benutzen die Schwarzköpfchen Höhlen. Dort bauen sie aus Rindenstücken ihre Nester. Schwarzköpfchen nisten in der Natur in Gruppen. Obwohl die Population in Afrika als Folge gross angelegter Fangaktionen zurückgegangen ist, kommt das Schwarzköpfchen in seiner Heimat relativ häufig vor.
Merkmale
Das Männchen und das Weibchen weisen die gleiche Färbung auf. Die Stirn, das Kinn, die Kehle, die Wangen, die Handschwingen und die Mitter des unteren Schwanzgefieders sind schwarz. Das Nackenband, die Brust und der Rand der Flügelbugs sind gelb. Der hintere Oberkopf ist braun und das Bürzelgefieder, der Unterrücken und das Schwanzgefieder sind blau. Die Schwarzköpfchen gehören zu den Agapornis-Arten mit den weissen Augenringen und dem roten Schnabel. Die Körperlänge beträgt zwischen 15 und 16 cm.
Zucht
Die Schwarzköpfchen gelten als Agaporniden-Art, die in Gefangenschaft relativ leicht – Paar- oder Gruppenweise – zur Zucht schreitet. Die Unterscheidung der Geschlechter ist schwierig. Bei erwachsenen Tieren wirken die Weibchen etwas grösser. Erfahrene Züchter schreiten bei der Bestimmung des Geschlechts zum so genannten "Beckentest". Dabei fühlen sie das Becken und schliessen von dessen Breite auf das Geschlecht. Die totale Sicherheit gibt aber nur ein DNA-Test. Schwarzköpfchen sind anspruchslos, was die Form des Nistkastens betrifft. Mit dem Schnabel transportieren sie Äste und Rindenstreifen in den Nistkasten und bauen das Nest. Schwarzköpfchen legen vier bis fünf Eier. Nach ungefähr 23 Tagen schlüpfen die Jungen.
