
Die Unterbringung von Agaporniden im klassischen Wellensittichkäfig ist nicht artgerecht. Das Platzangebot ist – das gilt auch für Wellensittiche – in der Regel sehr eingeschränkt, der Bewegungsspielraum deshalb ungenügend. Der Freiflug in der Wohnung ist eine Lösung, doch wer hat schon jeden Tag Zeit, den Vögel diesen Freiraum zu gewähren? Als Alternative bietet sich eine sogenannte Zimmervoliere an zum Beispiel mit den Massen 150x100x60cm (Höhe x Breite x Tiefe). Allerdings ist müssen die Gitterstäbe genug eng beieinander liegen, was nicht immer der Fall ist, weil solche Käfige für Grosspapageien konzipiert sind, wofür sie aber viel zu klein sind. Auch Agaporniden, die in Zimmervolieren leben, brauchen von Zeit zu Zeit Ausflugsmöglichkeiten.
Wer genug Platz hat, für den bietet sich eine grosse Zimmervoliere an. Vielleicht besteht ja sogar die Möglichkeit, einen Durchgang auf den Balkon zu machen? Womit wir beim Idealfall angelangt wären. In der Aussenvoliere – idealerweise mit Naturboden – fühlen sich Agaporniden besonders wohl. Verkäufer von Standard-Volierenelementen gibt es mittlerweile einige (z.B. www.volieren.ch). Für den Winter und die Nacht braucht es ein frostfreies Schutzhaus. Dazu genügt in der Regel schon eine kleine Heizung, die nur bei besonders kalaten Temperaturen zum Einsatz kommt. Übrigens gehen die meisten Agaporniden-Arten auch im Winter bei Schnee und Kälte gerne ins Freie.
Die Aussenvoliere mit möglich viel natürlichem Material (Äste, Wiese, Steine, Wasser) ist sicher die artgerechteste Haltungsform für die Vögel. Ein Nachteil: Die Zucht in grossen Aussenvolieren ist nicht ideal, weil sie nur schlecht überwacht werden kann. Züchter bringen die Zuchtpaare deshalb in speziellen Zuchtboxen unter.
